Zielobjektsuche

Die Zielobjektsuche, auch kurz „ZOS“ genannt, ist eine Premiumauslastung, die den gesamten Organismus des Hundes fordert, sowohl körperlich als auch geistig.
Beim „ZOS“ werden die Hunde auf kleine Gegenstände, wie z.B. Feuerzeuge, Büroklammern, winzige Holzperlen oder andere Objekte, konditioniert.

Diese werden im Trümmerfeld, auf Grünflächen, in der Päckchenstraße oder in einer riesigen ZOS-Suchwand versteckt, vom Hund gesucht und angezeigt.
Die Zielobjektsuche ist für Hunde (fast) jeden Alters geeignet, für Welpen ab 8 Wochen bis zum Senior.
Auch Vierbeiner mit Handicaps profitieren von der Nasenarbeit, sie dürfen sich anstrengen, ohne ihren Rücken/ihre Gelenke zu belasten und werden immer wieder aufs Neue herausgefordert. Auch für blinde oder taube Hunde geeignet.
Weitere positive Aspekte: ZOS verbessert die soziale Bindung, gibt mehr Selbstvertrauen für den Alltag und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Die Zielobjektsuche kann im Familienhund Bereich zur Auslastung trainiert werden oder auch auf Leistung.

Ich möchte Ihnen „ZOS“ Neuling Twinkle Trudy Too vorstellen, sie sucht schon sehr intensiv in dem 20m² großen Trümmerfeld bestehend aus Reifen, Möbeln, Kisten, Steinen und weiteren Materialien nach ihrem Suchgegenstand, das Leder.

Um die Suche zu erschweren, können „Verleitungen“ den Suchbereich prägen wie den Individualgeruch des Hundeführers, dem Suchmaterial ähnliche Gegenstände (Leder), Spielzeug oder Futter.

Auch die Flächensuche ist immer wieder eine Herausforderung für Hunde.

Von Trudy wird diesmal erwartet, das Lederstück auf einer 200m² großen Grünfläche zu finden.

Bei der Suche muss der Terrier spannende Mauselöcher und sonstige Verleitungen ignorieren und sich voll und ganz auf das Lokalisieren des Leders konzentrieren.

Eine weitere Situation eröffnet sich in der Päckchenstraße, dabei wird der Suchgegenstand in einem von sechs Eimern versteckt. Dieser wird mit einem Deckel verschlossen. Durch die gebohrten Löcher am Rand kann Trudy das Leder erschnüffeln und zeigt im Liegen deutlich an, in welchen Eimer sich das Leder befindet.

Um die Schwierigkeit in der Päckchenstrasse zu steigern, werden zusätzliche Behältnisse in die Eimer eingeklebt, so dass der Suchgegenstand nur durch ein einziges Loch erschnüffelt werden kann.

In Zukunft erwartet die Parson Russell Terrier Hündin auch noch die ZOS Suchwand. Diese ist mindestens 5 Meter hoch 2 Meter breit und hat mehr als 50 Riechschächte in unterschiedlichen Höhen.

Dabei kann es sein, dass die kleine Trudy ihren Gegenstand in einem sehr hoch gelegenen Loch lokalisiert und muss dann eine Hochlagenablage zeigen. Bei mehr als 20 cm Abstand zwischen Nase und Geruchsquelle legt sich die Hündin vor die Wand und schaut nach oben zum zuvor inspizierten Loch.

Dieser kurze Auszug aus dem ZOS Repertoir ist nur ein Vorgeschmack, was die Zielobjektsuche dem Hund bieten kann, ; wenn Sie mehr erfahren möchten wenden Sie sich an den Autor.

 

© Daniel Nunnenkamp, e-Mail: daniel@funnydogcenter.de

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