Giftige Pflanzen

Gefahren für Hunde und Katzen
Auch wenn es erhebliche Unterschiede zwischen Katze und Hund gibt, sind doch auch sehr viele Gemeinsamkeiten vorhanden.
Beide gehören zu den fleischfressenden, Beute machenden Tieren ("Raubtieren"), was für bestimmte Ähnlichkeiten bei der Verwertung von Nahrungs- aber auch von Fremdstoffen (z. B. Medikamente oder Gifte) verantwortlich ist.
Katzen und Hunde sind also in erster Linie Fleischfresser. Warum kann es trotzdem zu Vergiftungen durch Pflanzeninhaltsstoffe kommen? Nun, sowohl Hunde als auch Katzen zeigen des öfteren einmal Vorliebe für vegetarische Kost, knabbern an allen möglichen Pflanzen, fressen hin und wieder Gras usw.. Besonders Hunde beißen oft Äste ab, tragen sie herum, kauen daran und schlucken nicht selten Stücke davon.

Vergiftungen können bei Spaziergängen entstehen, doch ist die Wahrscheinlichkeit für schwere Vergiftungen dabei eher gering. Es muß sich dann schon um eine hochgiftige Pflanze handeln.
Denn noch immer gilt der Ausspruch von Paracelsus "Erst die Dosis macht das Gift". Und um eine genügend große Dosis einzunehmen, braucht es meist einige Zeit. Viel gefährlicher sind daher fast immer Pflanzen im eigenen Garten oder oft auch sogar im Haus.
Besonders Welpen sind gefährdet. Sie nagen mehr, beißen mehr ab, kosten viel mehr und haben weniger Gewicht als erwachsene Tiere

Ganz allgemein ein Wort zu wirksamen Inhaltsstoffen von Pflanzen:
Ebenso, wie es Heilpflanzen gibt, gibt es auch Giftpflanzen. Und viele Heilpflanzen enthalten entweder zusätzlich Gifte oder die heilkräftigen Wirkstoffe sind selbst in höherer Dosis giftig. Zum Teil ist noch gar nicht alles bekannt.

Natürlich sind Hunde weit weniger gefährdet als pflanzenfressende Tiere, wenn man von den aufgenommenen Mengen ausgeht. Die Empfindlichkeit gegenüber einzelnen Giften ist jedoch bei Hunden und Katzen oft höher. Auch das Körpergewicht spielt immer eine Rolle, was leicht einleuchtet. Aus diesem Grund werden Gifte immer pro kg Körpergewicht berechnet oder bei Pflanzen gelten z. B. 5 g Blätter oder Rinde pro kg Körpergewicht usw.

Bevor ich auf die giftigen Pflanzen eingehe noch ein paar Sätze zu Pflanzenschutzmitteln.
Vergiftungen von Säugetieren einschließlich des Menschen kommen nach dem Aufsprühen solcher Mittel vor (Hautkontakt, Ablecken von Pflanzen u.ä..) Schwere Vergiftungen sind selten. Es kann zu Haut- und Schleimhautreizungen, Durchfall, Erbrechen, erhöhter Speichelbildung und eventuell Kreislaufschwäche (erkennbar an verlangsamtem Herzschlag und erweiterter Pupille) kommen.
Es gibt sehr viele Pflanzen, die giftige Stoffe enthalten - viel mehr als man allgemein glaubt. In der folgenden Zusammenstellung werden nur Pflanzen besprochen, durch die es nachweislich bei Tieren zu Vergiftungen gekommen ist. Es handelt sich um stark giftige Pflanzen, die zumindest zu schweren Störungen und im Extremfall zum Tod führen können. In aller Kürze werden nur die wichtigsten Vergiftungserscheinungen angeführt, da die Übersicht sonst stark leiden würde.
Sehr häufig gibt es bei den meisten Vergiftungen durch Pflanzen eine nahezu einheitliche Komponente. Sie besteht aus Reizungen der Magen-Darmschleimhaut und Durchfall.

 

 

 

Mit freundlicher Genehmigung von Susann und Helmut Gielians "Irish Terrier vom Haseland"


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